Bubble´s Tea Bar - Warmer Winergenuss

Bubble´s Tea Bar - Tagesspiegel Presseartikel

DER TAGESSPIEGEL

19.08.2011

Es war ein echter Kulturschock, an den sich Yin Ye noch gut erinnern kann. Als die damals Siebenjährige 1986 ihr Heimatdorf im Südosten Chinas verließ, um mit der Familie nach Österreich zu gehen, lernte sie im Flugzeug ein neues, seltsames Getränk kennen, zuckrig-süß und kohlensäurehaltig. „Es hieß Cola“, sagt Ye und lacht. „Wir hatten keine Ahnung, was das ist.“

Wenn man heute mit der mittlerweile 32-jährigen Ye in ihrem Laden gegenüber vom S-Bahnhof Hackescher Markt sitzt, kann man alle paar Minuten Zeuge einer ganz ähnlichen Situation werden. Leute bleiben vor den großen Fenstern der „Bubble’s Tea Bar“ stehen, schauen interessiert hinein, treten zögernd an den weißen Tresen, werfen irritierte Blicke auf die Angebotskarte an der Wand – und bitten die Bedienung dann um eine Empfehlung.

Es ist ein Kulturschock unter umgekehrten Vorzeichen. Denn Ye bietet in ihrem im Januar eröffneten Café ein Getränk an, das in Asien jedes Kind kennt, in Europa aber immer noch ein Geheimtipp ist: Perlentee oder „Bubble Tea“, der aus Taiwan stammt. Dort gibt es das Mixgetränk an jeder Straßenecke. Cafés, die darauf spezialisiert sind, findet man noch häufiger als hierzulande Starbucks-Filialen. Erfunden wurde Bubble Tea Anfang der 80er Jahre.

Von wem, darüber streiten zwei Familien bis heute. Zumal das Getränk bald auch in Festland-China, Korea, Japan und Südostasien zum großen Erfolg wurde. „Asiaten sind ja generell eher Teetrinker. Als Kind wusste ich nicht, was Kaffee ist. Aber Bubble Tea habe ich geliebt – und später in Wien vermisst“, erzählt Yin Ye.

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